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Datum/Zeit |
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467,20 € |
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24.04/14:08 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006070006 |
607000 |
- € |
- € |
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HOCHTIEF-Aktie: H1-Verluste wegen der Elbphilharmonie 15.08.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von HOCHTIEF (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Einigung mit der Stadt Hamburg bezüglich des Weiterbaus der Elbphilharmonie in der Hafenstadt habe das H1-Ergebnis des Konzerns deutlich belastet. Die Analysten würden davon ausgehen, dass HOCHTIEF für die zusätzlichen Kosten bis zu 90 Mio. Euro als Rückstellung verbucht habe. Der Bau des Hamburger Prestigeobjektes solle in den kommenden drei Jahren abgeschlossen werden. Damit gehe der Konzern in Vorleistung für das politisch motivierte Objekt, wobei die Essener die erhöhten Kosten einklagen würden.
Das H1-Vorsteuerergebnis habe mit 75,2 Mio. Euro deutlich unter den von den Analysten erwarteten 125 Mio. Euro gelegen. Der Vorsteuerverlust von HOCHTIEF Europe habe aufgrund der oben genannten Rückstellung 85,3 Mio. Euro betragen (BHLe: +5,8 Mio. Euro).
Dass HOCHTIEF die Vorsteuerergebnisprognose für das laufende Jahr von knapp unter 550 Mio. Euro dennoch bestätigt habe, liege daran, dass man aus dem Verkauf des Mautstraßenprojektes in Chile mit einem höheren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag sowie deutlich besserer Leighton-Ergebnisse im zweiten Halbjahr (rund 215 Mio. Euro EBT, nach 85 Mio. Euro in H1) rechne. In der Prognose nicht enthalten seien zudem Verkaufserlöse, die nicht operativ seien. Der Buchgewinn (BHLe: 65 Mio. Euro) aus dem Verkauf von Thiess Waste Management käme zusätzlich.
Das Geschäft bei HOCHTIEF Americas (H1 EBT 25,3 Mio. Euro) sei von Auslastungsproblemen beim Infrastrukturbauer Flatiron belastet worden. Dennoch habe das Auftragsbuch um 35,7% (fx-adj. +17,1% yoy) auf 10,5 Mrd. Euro gesteigert werden können. Der Konzern habe aktuell einen Rekordauftragsbestand von 53 Mrd. Euro.
Die höheren Kosten für die Problemprojekte und steigende CapEx-Ausgaben im Contract-Mining bei Leighton hätten die Nettoverschuldung des Konzerns weiter ansteigen lassen. Unter Berücksichtigung der Pensionsverpflichtungen und erhaltenen Anzahlungen seien die Nettofinanzverbindlichkeiten seit Jahresanfang um rund 1 Mrd. Euro auf 2,3 Mrd. Euro gestiegen. Der Konzern habe das Ziel bekräftigt, diesen Wert wieder deutlich zu reduzieren. Da die Analysten mit einem höheren Finanzaufwand für 2013ff. rechnen würden, reduziere sich ihre EPS-Schätzung entsprechend. In der Sum-of-the-Parts Bewertung würden sie einen fairen Wert von 48,00 Euro ermitteln.
Damit bestätigen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Kaufempfehlung für die HOCHTIEF-Aktie. Die Prognose für 2012 sei ambitioniert jedoch erreichbar, sofern keine weiteren Probleme auftauchen würden. Das Kursziel werde von 50,00 Euro auf 48,00 Euro gesenkt. (Analyse vom 15.08.2012) (15.08.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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